Pressemitteilung
Die Islamische Republik Iran missachtet und verletzt die Menschenrechte nach wie vor systematisch. Gleichzeitig ignoriert sie die Proteste bezüglich der Menschenrechtsverletzungen aus dem Inland wie dem Ausland!
Seit dem 25. August befinden sich zahlreiche kurdische politische Häftlinge im Iran in einem unbefristeten Hungerstreik. Der Protest der Gefangenen richtet sich gegen die drohenden Hinrichtungen. Den ANF vorliegenden Informationen zufolge ist die Anzahl der mit Todesstrafe bedrohten Menschen im Iran auf zehn gestiegen.
Die Hungerstreikenden protestieren gegen Folter und gegen die unvorstellbaren Haftbedingungen in den Gefängnissen. Am Hungerstreik beteiligen sich auch die zum Tode verurteilten Journalisten Adnan Hassanpur, Hiwa Bwtimar und Farzad Kamangar, die Lehrer und Menschenrechtsaktivisten Farhad Wakily, Ali Haidrian, Arsalan Awliaiy, die 26jährige Frauenrechtsaktivistin Habibulla Latify sowie der Lehrer Anwer Hussein Panahy. Von ihnen ist Hasanpur aufgrund seiner Kontakte zu ausländischen Medien verurteilt, die anderen wegen Unterstützung der PJAK oder PKK.
Hinrichtungen von Minderjährigen, Frauen und Homosexuellen werden im Iran weiter praktiziert.
Wir fordern die deutsche Bundesregierung und die EU auf, ihren diplomatischen Druck auf Iran zu erhöhen und die willkürlichen Todesurteile zu verhindern.
Wir fordern die Iranische Regierung auf, alle Hinrichtungen und Steinigungen sofort zu stoppen, ebenso andere barbarische Strafen und Folterungen.
Ferner rufen wir alle demokratischen Parteien und Institutionen dringend auf, sich gegen diese unmenschliche Praxis des iranischen Regimes zu äußern. Solidarität ist Gebot der Stunde! Unternehmen Sie etwas, bevor es zu spät wird!
TÜDAY
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